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Selma

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21

Sonntag, 8. Januar 2012, 19:56

Hab die Diskussion mal im Vergebungsthread weitergeführt.

Jetzt kann es hier wieder um Eltern ehren gehen. :)

snowflake

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22

Donnerstag, 19. Januar 2012, 21:31

"Eltern ehren.."

uff...das war das Lieblingsthema und Drohmittel meines Vaters
Ehren hat was mit Respekt zu tun und damit daß Eltern ihrer Verantwortung nachkommen und gut für die Kinder sorgen, sie behüten, beschützen und den Weg zum Leben oder in das Leben vorbereiten.
Eltern sind Begleiter auf einer Wegstrecke. Wenn all das oben genannte aber nun so gut wie gar nicht zutrifft und sogar das Gegenteil davon der Fall ist....tut mir leid, aber dann sehe ich nicht, wie man solche "Eltern" respektieren kann und ehren kann.

Und ehrlich gesagt kann ich mir auch nicht Vorstellen, daß Gott sich das so vorstellt.

Ich ehre meine Eltern momentan am Besten damit, daß ich keinen Kontakt zu ihnen habe. Ich ehre sie mit gesunden Grenzen und dadurch kommen sie vielleicht zum ersten mal in Berührung mit dem, was sie kaputt gemacht haben. So! Das ist für mich meine Eltern ehren in meiner Situation. Für mich wäre auch Eltern ehren, wenn ich sie mit dem Konfrontiere, was sie gemacht haben....wenn es für mich dran wäre...

Wenn Eltern Grenzen nicht respektieren, dann ist die einzige Ehre, die ihnen zusteht Abgrenzung. So...grummel...

Ich zeige sie nicht an, beschimpfe sie nicht, verlange nichts von ihnen, nur daß sie meine Grenzen achten...(kein Kontakt)...und das ist echt wesentlich mehr, als man verlangen könnte!!

Bin total durcheinander...na ja...

etwas verflockt....
snowflake
:huh:
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Eine alte, weise gewordene Ordensfrau

Silli

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23

Donnerstag, 9. Februar 2012, 16:29

Vielleicht (!) haben sie schlicht den biblischen Eltern-Status verloren, wenn sie sich nicht wie solche benehmen. Das wäre die einfachste Lösung. (Stellt Euch vor, es wär so einfach und alle quälen sich mit diesem Gebot rum 8| )

Das Gebot an sich ist ein schönes. Dass man die Leute, die einen großgezogen haben nicht vergisst und im Alter nicht von oben herab behandelt (WENN sie sich auch an die Spielregeln gehalten haben)

Meine Oma ist 90 und hat sich die letzten 10 Jahre um meine Cousine gekümmert. Sie ist jetzt 17 und ehrt da grad mal nix und das ist schade und traurig. DA passt das Gebot. Da ist es ein ins Gewissen reden: Hey, benimm Dich!

Alles andere ist eine Quälerei und manchmal glaub ich echt, dass vielleicht alles viel einfacher (gemeint) ist, als wir denken... Wissen tu ich natürlich nix :whistling:

Penelopé

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24

Samstag, 31. März 2012, 08:41

Huhu,

nachdem ich nach langer Zeit mal wieder hier ins Forum schaue, entdecke ich diesen ansprechenden Thread.

Über das Gebot "Vater und Mutter ehren" habe ich auch schon oft nachgedacht.
Zum einen: kann und muss das immer bedingungslos so sein und zum anderen: was hat Gott sich eigentlich dabei gedacht oder was hat er bezweckt, als er dieses Gebot gemacht hat?
Wusste Gott denn nicht, dass Eltern mehr als grausam sein können? Natürlich wusste er das, er ist ja schließlich Gott - doch warum dann das Gebot?
Sollte das Gebot nicht eher lauten: "Liebe und schütze Deine Kinder"?

Ich ehr meine Eltern nicht. Genau genommen ehre ich wohl keinen Menschen. Ich denke, das Wort hat inzwischen eine andere Bedeutung bekommen. Man hält ein Andenken oder ein Geschehen in Ehren.

Würde es heißen: Respektiere Deine Eltern - wäre die Sache evtl. anders. Aber wie kann man jemanden respektieren, der einen nicht so behandelt, wie man sein eigenes Kind behandeln soll?

Ich glaube, jeder (mich eingeschlossen) hat so ziemlich die gleiche Vorstellung, wie Eltern zu sein haben: Eltern lieben ihre Kinder, zeigen ihnen das auch und sind immer für sie da und wollen, dass es den Kindern gut geht. So stellt man sich das doch meist im Großen und Ganzen vor.

Heute ist das ja in vielen Familien leider nicht mehr so und ich glaube, dass es auch früher nicht immer so war. Früher wurden Kinder ja wirklich so erzogen, dass sie Vater und Mutter ehren mussten. D. h. viel Züchtigung und Schläge - heute geraten die Kinder eher in den Fokus, dass man sie schützen, lieben und fördern muss. Vor 50 - 60 Jahren wurde die Kindheit ganz anders in der Gesellschaft gesehen.

Aber ich schweife jetzt ab:
also ich persönlich kann meine Eltern nicht ehren, weil es nichts gibt, wofür ich sie meiner Meinung nach ehren könnte. Wenn ich an meine Kindheit denke, dann kommen nur negative Erinnerungen und die überwiegen leider sehr.

Gott kennt mich und mein Leben. Ich ehre meine Eltern nicht, aber ich hasse sie auch nicht. Zu meinem Vater habe ich seit Jahren keinen Kontakt mehr und das ist auch sehr gut so. Liebe keinen Kontakt, als ständig nur Gewalt und Aggressionen mitzuerleben.
Meine Mutter ist ein sehr einfacher Mensch - sie ist selbst auch Opfer aber auch Täter, da sie sich nie schützend vor uns Kinder gestellt hat.
Ich kann weder Vater noch Mutter ehren - Gott wird sehen, dass dies nicht möglich ist und er wird es verstehen.


Viele Grüße, Diana.

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